Kategorie: nerdig (Seite 1 von 2)

Die Kategorie „nerdig“ ist für all den Technikkram, den ich so von mir gebe.

Erfahrungsbericht: CM 11/ Android 4.4 auf dem SE Xperia Active

CM 11 basierend aufAndroid 4.4 aka KitKat auf dem Active

Hier findest du meine Erfahrungen mit der neusten Version von Cyanogenmod auf meinem Active. Das Xperia Active ist ein klasse Smartphone. Es ist klein, wasserfest und hat eine kleine Öse mit dem man es irgendwo fest machen kann. Aber vor Allem ist es wirklich robust. Es kann herunterfallen, dreckig werden, man kann es zum Bier öffnen verwenden und sieht trotzdem nicht nach Outdoor-Handy aus.  Das perfekte Handy für mich also und scheinbar auch für viele andere.  Nachdem die Produktion endete ist der Preis für das Active sogar massiv gestiegen. Nur ist es eben doch von 2011  und in der Handy-Branche ist das eine kleine Ewigkeit. Die Hardware genügt mir vollständig,  aber aktuelle Software ist mir schon aus Sicherheitsgründen wichtig. Sony hat 2012 ein eigenes Update gebracht, immerhin von Android 2.3 auf 4.0, aber das war’s dann auch.  Zudem ist das Sony-System voll mit vorinstallierter Software, die man nicht deinstallieren kann und die Speicherplatz weg nimmt.  Deswegen nutze ich schon länger Cyanogen Mod 9.1 als Betriebssystem.  Lange sah es so aus als wäre es das Active mit seinen 512 mb Ram zu langsam für alles was danach kommt. Doch Google hat bei  Android 4.4 noch mal deutlich aufgeräumt und unterstützt wieder langsamere Geräte. Heute teste ich also mal die neuste CM Version 11 auf dem Active, das dank dem LegaxyXperia Project als inoffizielle Rom entwickelt wird. Da ich vorher schon CM9.1 drauf hatte ist das hier KEINE Anleitung fürs Rooten und der Bootloader ist auch schon freigeschaltet.  Wer das wisen will findet überall Anleitungen, zum Beispiel hier im Forum oder im legacyxperia wiki.  Ich verwende hier eine Rom namens „cm-11-20140620-UNOFFICIAL-LegacyXperia-satsuma“ zusammen mit den Google Apps „gapps-kk-20131119-lite“, die man beide auf der Seite von legacy xperia findet. Ich werde diesen Post von Zeit zu Zeit aktualisieren, wenn ich eine neuere Version ausprobiert habe. Am Ende des Beitrags findet Ihr eine Übersicht über bereits getestete Roms.

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Die kyrillische Schrift lesen lernen – Дие Кириллише Шрифт лесен лернен

Wer lesen kann ist klar im Vorteil – selbst dann wenn man die Sprache nicht versteht. Man kann sich so wenigstens viel herleiten oder Dinge wieder erkennen wie „Mc Flurry“ im obigen Beispiel.  Wer kyrillische Schrift lesen kann hat auf Reisen einige Vorteile, vor Allem aber wird die digitale Welt plötzlich doppelt so groß. So kann wenn man die kyrillische Schrift beherrscht mal schnell ein Schaubild, das nur in der russischen Version eines Wikipedia-Artikels vorhanden ist verstehen, man kann historische Bilder besser deuten oder in Ostdeutschland in verlassenen Rote-Armee Kasernen herum streunern und die Schilder lesen.

P1220112 (noch eine Kopie)

Brauchst Du einen Advokat? Dann hier Zettel abreißen!  Gesehen in Kiew 2011.

Nun ist eine Schrift zu lernen eigentlich keine große Sache, man lernt eben das kyrillische Alphabet auswendig. Nützlich dabei sind Eselsbrücken für einzelne Buchstaben, wie zum Beispiel die hier aufgelisteten.  Nur hat diese Methode bei mir wenig geholfen, denn ohne Praxis vergisst man das alles auch schnell wieder.  Wenn man nur die Schrift, nicht aber die Sprache lernt, lohnt es sich z.B. mal diese Tabelle von deutschen Wörtern im Russischen zu nehmen und Lesen zu üben.  Der unlustige Text „Deutsch mit kyrillischer Schrift“ auf Stupidedia ist auch gut zum üben.  Wenn man die Wörter schon auswendig kennt sollte man sie in eine neue Reihenfolge bringen. Die Tabelle mit den deutschen Wörtern lese ich auch manchmal mit einer Hand vor der deutschen Spalte von unten nach oben. Wichtig ist es eine gewisse Routine rein zu bekommen. Nur ein, zwei Minuten am Tag Wörter entziffern genügt vollkommen solange Du es regelmäßig und über eine gewisse Zeit machst.

EDIT: Sehr nützlich ist auch die App unlock your brain, die es dir ermöglicht Vokabeln oder anderes Wissen wie eben auch Alphabete zu lernen, während du dein Handy entsperrst.

Heimliche Helden des Internets: Das Internet Archiv

wayback machineDas Internet Archiv ist eine gemeinnützige Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das Internet und andere Medien über die Zeit zu dokumentieren.  In der WayBack-Machine des Projektes kann man eine Internetadresse eingeben und erhält meist mehrere alte Versionen der Seite aus verschiedenen Jahren übersichtlich in einen Kalender dargestellt. So kann man in der Vergangenheit surfen und das erstaunlich gut.  Das Archiv reicht zurück bis 1996, allerdings findet man aus den ersten Jahren nur vereinzelte Seiten die in sehr großen Abständen gespeichert wurden. Ab 2002 ungefähr hat man ein sehr umfassendes Archiv und es macht wirklich Spaß sich in der Vergangenheit zu verlieren und manchmal ist es auch einfach unglaublich nützlich. Das Internet Archiv eignet sich auch für Zitate in wissenschaftlichen Texten, da die Links definitiv nicht veralten.

Wenn man beispielsweise nach Spiegel online sucht findet man diese Speicherung vom 13.11.2001. Es ist unglaublich spannend die Stimmung direkt nach 9/11 noch einmal so zu erleben.  Inklusive der Meldung, dass die Server wegen der aktuellen Ereignisse zur Zeit häufiger zusammen brechen bevor man auf die eigentliche Seite geleitet wird:

Spiegel online zwei Tage nach 9/11

Spiegel online zwei Tage nach 9/11

Ich glaube in einigen Jahrzehnten ist dieses Archiv unglaublich wertvoll für die Menschen.  Es ist in San Francisco in den USA gespeichert und es gibt eine Sicherheitskopie in der neuen Bibliothek von Alexandria. Beide Serverfarmen gleichen sich ständig miteinander ab, denn das Archiv speichert natürlich täglich neue Seiten. Momentan sollen es rund 404 Milliarden gespeicherte Seiten sein und bald soll es eine Volltextsuche für das ganze Archiv geben. Dann wird es wirklich spannend.

Wenn deine Seite noch nicht dort zu finden ist kannst du sie einfach direkt nach der gescheiterten Suche dort speichern lassen. Wenn eine Seite schon in einer älteren Version existiert geht das nicht. Du kannst das aber umgehen indem du web.archive.org/save/beispiel.de aufruft. Dann würde in diesen Fall direkt die aktuelle Version von beispiel.de gespeichert.

Wackelbilder – diesmal vom Mond

Epilepsiewarnung!
Leute mit photosensibler Epilepsie sollten hier vorsichtig sein.

 

Ich habe mal etwas Apollo Material durchstöbert und einige Bilderpaare entdeckt, die für Wackelbilder taugen.

Von der Apollo Mission, ich weiß leider nicht von welcher.

Von einer späteren Apollo Mission.

 

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Microsoft Word auf Ubuntu mit Wine

word ubuntu

Ein ungewohntes Bild: Microsoft Word unter Ubuntu

Libre- und Open- Office sind toll, aber für manche Formate brauch man eben immer noch das gute alte Microsoft Word. Diese Lücke ist meist der einzige Grund, warum viele Linux Nutzer ab und an doch noch Windows booten. Dabei läuft Word ganz passabel unter der  Windows-Laufzeitumgebung Wine. Wer also eine CD mit Word besitzt muss also auch unter Linux nicht auf Word verzichten.  Allerdings sollte man einige Dinge beachten.  Ich habe das mal mit Word 2007  unter Ubuntu 13.10 ausprobiert.

Der Weg ist geht etwa so:

So und hier noch mal etwas ausführlicher:

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GetSimple – ein minimalistisches CMS ohne Datenbank

Ich bastele zur Zeit an der Seite stefan.grotz.me, die ich bei Bewerbungen mit angeben möchte.  Ich möchte damit nur drei Dinge machen: Auf diesen Blog verlinken,  eine kleine Übersichtsseiten über meinen aktuellen Wissensstand und meine Qualifikationen für Arbeitgeber anlegen und eine dritte Seite für Leute, die an einer grotz.me Domain interessiert sind anlegen. Nicht besonders viel also.

Da ich mit WordPress gut klar komme, dachte ich andere CMS-Systeme wie Jommla oder Drupal wären kein Problem für mich.  Diesen Gedanken habe ich nach einigen herumexperimentieren mit diesen CMSen schnell wieder verworfen. Diese CMS können sehr viel, sind aber auch extrem komplex. Etwas einfacheres musste her, und das brachte mich letztendlich zu GetSimple.

GetSimple

Getsimple ist ein minimalistisches Content Management System

GetSimple ist ein minimalistisches CMS, das trotzdem viele Möglichkeiten bietet. Vor Allem aber ist es anspruchslos. Es benötigt nur einen Server der PHP versteht, sonst nichts.  Keine Datenbank, kein Schnickschnack. Es gibt aber trotzdem eine Reihe von Plugins und Themes und einen Aufbau, den selbst jemand wie ich schnell versteht. Wenn man mal etwas im Code verändern will, geht das meisten problemlos und schnell.  Für kleinere Projekte, wie das von mir angedachte also Ideal.

Ich werde in der nächsten Zeit einige Berichte und Tutorial bringen, wie sich das kleine CMS so schlägt.

„3D“-Wackelbilder vom Mars

Epilepsiewarnung!
Leute mit photosensibler Epilepsie sollten hier vorsichtig sein.

 

Ich bin zufällig über dieses Wackelbild vom Spirit-Rover gestoßen und zwar hier. Das wollte ich auch mal ausprobieren.

Die amerikanische Raumfahrtagentur NASA ist (im Gegensatz zu unseren lieben ESA) verpflichtet alle Bilder und Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit kostenlos und unter einer Public Domain zur Verfügung zu stellen. Deswegen kann man durch tausende von Fotos surfen und sich auf fremden Himmelskörpern verlieren. Unter diesem Bildern findet man auch Paare von Stereo-Bildern, teilweise zufällig entstanden, aber teilweise auch mit Absicht. Diese kann man sich mit geeigneter Hardware in 3D anschauen. (aufbereitete Bilder gibs z.B. hier offiziell von der Nasa oder hier privat gesammelt). Nur wer hat schon einen 3D-Bildschirm oder eine Rot-Grün-Brille? Wenige.  Für den Rest der Menschheit gibt es etwas, was schon recht nah an eine 3D Ansicht kommt: Animierte Wackelbilder.

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Der eigene Kurz-URL-Dienst mit YOURLS

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass es besser ist seine Infrastruktur selbst zu hosten anstatt sich auf Anbieter zu verlassen.  Das kann  oft schon aus datenschutzrechtlichen Gründen gut sein, vor Allem aber ist man nicht von den Entscheidungen einer Firma abhängig, die deine Daten jederzeit verkaufen oder löschen kann. Bis Ark OS fertig ist, muss man sich verschiedene Dienste selbst zusammenstellen. Über Owncloud habe ich bereits geschrieben, in diesen Text geht es nun über YOURLs, einen Open-Source Kurz-URL Dienst zum selberhosten.

Wenn man lange und unübersichtliche Links kürzen will, braucht man einen Kurz-URL-Dienst, der aus einer einfachen Weiterleitung von einer kurzen zu einer langen Adresse besteht.  Das lässt auf dem eigenen Server z.B. mit YOURLS umsetzen.  YOURLS steht für „Your Own URL Shortener“ Du brauchst dafür nur:

  • eine kurze URL, ab 4 Buchstaben sind sie im .de/.com/.net_Bereich bezahlbar,
  • einen Server/Webspace mit PHP und MySQL,
  • die neuste Version von YOURLS

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Owncloud 6 auf Uberspace

Unspektakulär aber ungemein praktisch: Owncloud ist eine Art Zentrale für Alles

Unspektakulär aber ungemein praktisch: Owncloud ist eine Art Zentrale für Alles

Owncloud ist eine PHP-Software, die es dir ermöglicht deine Cloud selbst zu hosten und dich damit von Anbietern wie Google oder Dropbox unabhängig zu machen. Es gibt eine kostenlose und quell-offene Community Edition und eine kostenpflichtige Version mit einigen zusätzlichen Funktionen.  Das ist eine Anleitung für die Community Edition.

Owncloud kann in der Version 6 bereits eine ganze Menge. Neben der „Dropbox“-Funktion, also Datensynchronisation, kannst du dir auch deine Kontakte und dein Kalender mit Owncloud synchron halten. Es gibt eine ganze Reiche von Addons, wie einen RSS-Reader, Firefox Sync,… und du kannst eine ganze Reihe von freien Formaten wie .odt online und im Team bearbeiten.  Ebenso gibt es passende Software für Windows, Mac, Linux, Android und iPhone.

Ich bin bei dem überaus sympathischen Hoster Uberspace, die folgende Anleitung dürfte so aber auch bei anderen Anbietern funktionieren. Im Wiki von Uberspace findest du weitere Anleitungen und zusätzliche Infos über Owncloud auf Uberspace.  Eine sehr ausführliche Anleitung inklusive Schaubilder findet ihr auch hier. Da ich selbst aber trotz dieser Anleitungen etwas herum suchen musste, bis es ging, habe ich auch noch mal eine Anleitung geschrieben.

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Über: Maker

anderson maker

Chris Andersons Buch „Makers – Das Internet der Dinge: die nächste industrielle Revolution“ (2012) ist ein sehr amerikanisches Buch. Er träumt von einen dezentralen Turbokapitalismus ohne die Nachteile der Massenproduktion.

In den letzten Jahren wurde viel über die Maker-Subkultur gesprochen, diese knuffige kleine Hobbybewegung die sich anmaßt die Massenproduktion anzugreifen und dazu noch ihre Entwicklungen kostenlos ins Netz stellt. Diese schwer einzuordnende Gruppe zu der sich kalifornische Libertäre genauso wie europäische Linke und Konservative zählen. Diese Leute, die irgendwie kommunistisch rüber kommen, aber trotzdem oft in Märkten denken. Ich habe das Buch „Makers“ Von Chris Anderson gelesen und verwurste meine Gedanken mal in diesem Blogbeitrag.

Wie der Name Maker bereits erahnen lässt macht die Maker Bewegung Dinge selbst und überträgt dabei Erfahrungen aus dem Bereich der freien Software und des freien Wissens auf die materielle Welt.  Freie Softwar und freies wissen funktionieren ja offensichtlich, wie Linux und Wikipedia bewiesen haben, aber in der Realität gibt es im Gegensatz zur Digitalen Welt begrenzte Ressourcen, die man nicht einfach beliebig oft kopieren kann. Wie kann man sich also ein materielle Open Source Welt vorstellen?

Wenn es so etwas wie einen Slogan dieser Bewegung gäbe, so wäre er „Bits verschenken, Atome verkaufen“

Während in der heutigen Weltwirtschaft Waren weltweit weitgehend frei ausgetauscht werden, jedoch Ideen oder Wissen durch Patente und Betriebsgeheimnisse oft lokal oder auf einzelne Firmen begrenzt bleibt, ist ein häufiges Ziel in der Maker Bewegung eine Umkehrung dieses Prinzips: ein freier, internationaler Fluss von Ideen und Wissen und ein weitgehend lokaler Handel von (materiellen) Waren. Die Ideen sind frei, weil man sie digital praktisch ohne Kosten vervielfältigen kann. Die aus den Ideen resultierenden Produkte, haben jedoch einen Preis, da bei ihrer Herstellung reale Kosten entstehen. Wenn es so etwas wie einen Slogan dieser Bewegung gäbe, so könnte dieser „Bits verschenken, Atome verkaufen“ lauten. (vgl. Anderson 2012 : 126)

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