Man kann sehr schnell die Übersicht über seine Bewerbungen verlieren. Das ist schlecht, denn manche Firmen melden sich erst nach Monaten bei Dir.  Ein gutes System mit dem man die Übersicht behält lohnt sich.

Excel oder Calc-Tabellen sind super für so etwas. Man kann in einer Datei verschiedene Tabellen anlegen. Ein Schmierzettel für Links und Firmennamen, wenn man 100 Tabs im Browser auf hat und eine Andere Tabelle in der du jede abgeschickte Bewerbung dokumentierst. Einen Ausschnitt aus so einer Tabelle siehst du oben.  Ich habe sie auch erst im Nachhinein, nachdem ich schon einiges raus geschicht hatte angelegt, aber der Aufwand ist es wert. Wenn ein Rückruf kommt kann man kurz nachschauen was das denn für eine Firma war und man weiß immer auf welchen Stand man gerade ist und wem man noch schreiben sollte.

Es lohnt sich auch immer Erfahrungen aus Vorstellungsgesprächen oder Einstellungstests aufzuschreiben. Ich habe das in Form dieser Artikelreihe getan.  Bei Absagen kann man auch noch mal Anrufen oder eine Mail schreiben um nach den Gründen für die Absagen zu fragen. Erwarte aber nicht zu viel davon, ich habe nur einmal wirklich ehrliche Kritik bekommen, und das war direkt in einem Vorstellungsgespräch noch in der Firma.

Fahrtkosten, Bewerbungskosten und andere Unterstützung

Auch wenn du keine Hartz IV beantragst kannst du dich beim Arbeitsamt Ausbildungssuchend melden. Dort bekommst du Beratung und deine Kosten erstattet. Die Ü25-Abteilung vom Jobcenter ist auch gar nicht so übel, keine Angst.  Es gibt aber auch andere Möglichkeiten. Wenn du lieber Geld von der EU statt von der Stadt bekommen möchtest, dann kann man in vielen Städten z.B. über  die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Gelder aus dem Europäischen Sozialfond bekommen.  Der Vorteil solcher Einrichtungen ist, dass die dort meist sehr viel kulanter sind als beim Arbeitsamt.

Dies ist der fünfte Beitrag zu meiner Serie „Klar kommen nach dem Studienabbruch“. Hier eine Übersicht über alle Beiträge:

Teil 1: Der schöne Lebenslauf ist dahin
Teil 2: Ein Jahr überbrücken
Teil 3: Die passende Ausbildung zu Deinem abgebrochenen Studiengang
Teil 4: Sinnsuche, Selbstzweifel und Mimimi
Teil 5: Den Überblick über die vielen Bewerbungen behalten
Teil 6: Bewerbungsgespräche, Einstellungstests und Assessmentcenter